Vortrag von Dr. Frank Usbeck:
In jedem Krieg seit dem 18. Jh bis in die Gegenwart haben indigene Krieger auf Seiten der Vereinigten Staaten – wie auch für Kanada – gekämpft: als Verbündete, als Hilfstruppen, als Freiwillige oder als Wehrpflichtige. Der europäische Blick nimmt die Konflikte der Kolonisierung Nordamerikas oft nur als Kampf zwischen „weiß“ und „rot“ wahr; indigene Soldaten im modernen Militär werden dabei oft nur als „Verräter“ oder als naive Unterdrückte verstanden, die vergeblich auf ebenbürtige Assimilierung in den weißen Mainstream hoffen.
Der Vortrag bietet einen Überblick über den indigenen Beitrag zur nordamerikanischen Militärgeschichte von den Scouts der 1870er Jahre zu den Code Talkern der Weltkriege, von der Radikalisierung junger Männer in Vietnam zu den Konflikten in Irak und Afghanistan. Er beleuchtet dabei jeweils die Erfahrungen und Motivationen indigener Kämpfer und Kämpferinnen im jeweiligen historischen Kontext und hebt hervor, wie diese Beiträge zum modernen Militär immer auch die eigene kulturellen Identität stärken halfen.
Der Eintritt ist frei.
Spenden für den Förderverein sind willkommen.

