Als der damalige US-Präsident George Bush 1990 den November zum „Native American Heritage Month“ in den USA erklärte, war dies Ausdruck einer Anerkennung des Erbes und der Kultur der indigenen Völker. Dies weckte vielfältige Assoziationen – an berühmte Chiefs wie Crazy Horse oder Sitting Bull, an historische Stätten wie Felszeichnungen oder gar Bilder von Tipis und Federn. Doch die besondere Rolle der Frauen in den indigenen Gemeinschaften kam wohl den wenigsten in den Sinn.
Dies sollte sich ändern, als die Vereinten Nationen den 5. September zum jährlichen „International Day of Indigenous Women“ erklärten, der 2026 zum ersten Mal gefeiert wurde. Der „Native American Heritage Month“ ist eine weitere Gelegenheit, an dieses Erbe zu erinnern.
Die Aktionsgruppe Indianer & Menschenrechte e.V. möchte mit einem Vortrag über die Matriarchinnen des Widerstands und deren Resilienz die indigenen Frauen würdigen, die seit jeher eine besondere Rolle bei der Verteidigung indigener Selbstbestimmung eingenommen haben. Als Aktivistinnen, politische Führungspersönlichkeiten, kulturelle Vermittlerinnen, außergewöhnliche Künstlerinnen und als Wegbereiterinnen haben sie den Indigenen Sichtbarkeit und Gehör verschafft. Ihr großartiges Wirken wird zu oft übersehen, da sich die Indigenen Frauen nicht in den Vordergrund schieben – deswegen wollen wir ihnen die Anerkennung erweisen, die ihnen zusteht.


